Krankheiten verstehen

Solange man sich gesund fühlt, ist alles gut und man denkt über das Thema Gesundheit nicht weiter nach. Erleidet der Mensch dann einen gesundheitlichen Einbruch, hat es meist damit zu tun, dass man über seine Grenzen gegangen ist. Der Körper hat sich schon lange bemerkbar gemacht, aber wir ignorieren ihn. Man fühlt sich ja noch gesund.

Die Symptome werden stärker. Man fühlt sich müde und ausgebrannt. Physiologische Störungen wie zum Beispiel Magenprobleme, Leberprobleme, Kopfschmerzen machen sich verstärkt bemerkbar. Dann fängt man an, Tabletten zunehmen und hört immer noch nicht auf die Warnsignale, bis dann irgendwann der richtige Einbruch kommt. Man kommt ins rudern und sucht nach Lösungen in alle Richtungen, sucht verschiedene Therapeuten auf, probiert viele Methoden und gibt zusätzlich viel Geld aus, um eine Heilung zu bewirken. Bei manch einem kann das Erfolge bringen, bei anderen wieder nicht. Hat man dann viel Geld ausgegeben und keine Heilung erreicht. Man ist vollkommen frustriert, weil keiner ist fähig, einem zu helfen.

Krankheiten bedeuten in meinen Augen immer ein lernen, Achtsamkeit für sich zu entwickeln und Transformation.
Natürlich sind wir mit dieser Situation nicht einverstanden. Aber der Körper reagiert irgendwann mit starken Symptomen, um dir zu sagen: „Bist du nicht willig, dann brauche ich Gewalt.“ Wir fühlen uns super dreckig und fragen uns, wie komme ich hier wieder raus?

Es geht darum zu hinterfragen, was hat mich in diese Situation gebracht? Und was ist mein Lernpaket? Was muss ich zukünftig anders machen? Es geht nicht um das Bewerten, sondern es geht um das Hinterfragen.

Dann ist auch die Frage, bin ich bereit aus dieser Situation zu lernen? Möchte ich diese Situation auch wirklich ändern? Nicht jeder ist wirklich innerlich bereit dafür, seine Situation zu verändern. Kaum geht es ihm wieder ein bisschen besser, macht er die gleichen Fehler wieder. Oder er ist von Bewusstsein bereit, aber das Unterbewusstsein nicht.

Halte ich mich zu dem auch noch in einer Opferhaltung und schimpfe über die Situation und die Umstände, dann kann auch von außen niemand helfen, die Gesundheit herbeizuführen.

Du bist dein bester Heiler. Lerne dich selber kennen und wieder zu spüren. Über verschiedene Entspannungsmethoden wie Meditation oder Autogenes Training, kommt man an sein Inneres. Lerne dich mit dir auseinanderzusetzen. Es gibt viele Menschen, die halten das “mit sich alleine sein”, nicht aus. Doch solange du dich vom außen ablenken lässt, kommst du nicht bei dir an. Und wenn du dann irgendwann bereit bist, dich hinzusetzen und dann wirklich bei dir ankommst, kann das am Anfang sehr schmerzhaft sein. Aber du rennst vor der Situation nicht mehr weg. Du stellst dich ihr und dann wird es irgendwann gut, weil du in einem inneren Frieden mit dir kommst. Egal, ob du wieder vollkommen gesund wirst. Hast du den inneren Frieden in dir gefunden, dann kannst du liebevoll dich und die Situation annehmen und es werden sich dir vollkommen neue Türen öffnen.

 

3 Kommentare


  1. Danke, dass du das so erkennst. Es war vom Herzen geschrieben, weil ich die Situation nur zu gut kenne.


  2. Das ist ein SEHR schön formulierter Artikel, in welchem jedes einzelne Wort stimmt! Und Du hast es deshalb so – finde ich – treffend formuliert, weil man diese Worte auch annehmen kann, wenn man gerade “unten” ist. <3 Herzlichst – Sonja


  3. Bei Krankheit ist es wichtig zu hinterfragen: mit was in meinem Leben bin ich nicht einverstanden? Warum kann oder will ich nicht dorthinsehen, mich damit beschäftigen und es dann ändern??

    Medikamente helfen nur wenig oder nur bedingt, da Heilung im Kopf anfägt.
    Körper Geist und Seele gehören nun mal zusammen.

    Ich schreibe das hier aus eigener Erfahrung.

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