Fasten Erfahrungsberichte

Jahrelang war ich der Meinung, dass das Fasten doch nicht wirklich gesund sein kann und stand diesem immer sehr skeptisch gegenüber. Bis ich es dann doch irgendwann unbedingt ausprobieren wollte.

Das erste Mal ging es mir richtig schlecht. Ich lag 3 Tage im Bett und konnte nicht aufstehen vor Schlappheit und Kreislaufproblemen. Doch dann wurde es allmählich besser.

Also generell empfehle ich jedem, der noch keine Fastenerfahrung hat, diese Zeit in eine Zeit reinzulegen, wo du nicht arbeiten musst. Hast du starke Entgiftungsreaktionen, dann läasst sich diese mit Arbeit nur sehr schwer realisieren.

Es gibt ja die verschiedensten Methoden, wie du Fasten kannst. Wichtig ist, wenn du richtig fasten willst, dass du während dieser Zeit auf feste Nahrung verzichtest. Du kannst mit Tees fasten, mit Säfte, mit Wasser, oder Brühe.

Wer generell noch keine Erfahrung mit Fasten hat, der sollte sich erst mal Bücher besorgen oder im Internet recherchieren, welche Möglichkeiten des Fastens es so gibt. Ich entschied mich für das Saftfasten. Da man für das Fasten eine gewisse nervliche Stabilität braucht, sollte man den entscheidenden Moment für sich genau herausfiltern, wann man es machen möchte. Für mich ist das Frühjahr und der Herbst immer eine gute Zeit. Damit ich mich geistig richtig gut darauf einstellen kann, ist es ratsam, sich im vorhinein einen Plan zu machen. Der Zeitpunkt sollte so gelegt sein, dass du dich wirklich auch innerlich bereit fühlst, es machen zu wollen. Ich setze mir auch im vorhinein die Zahl der Tage fest, die ich fasten möchte, aber ich fixiere sie nicht. Das heißt, ich überprüfe mich jeden Tag, will ich weiter machen oder nicht. Passt die Stimmung noch oder nicht. Also ich quäle und foltere mich nicht dabei.

Fasten ist eine gute Möglichkeit, dem Körper eine Pause zu gönnen. Es ist eine sehr aktive Maßnahme, bei dem der Körper, der Geist und die Seele gereinigt werden. Deshalb wundere dich nicht, wenn du irgendwelchen Ausschlag bekommst, die Regel ausbleibt, oder negative Emotionen hochkommen. Alles ist drin.

Allerdings macht das Fasten nicht wirklich viel Spaß, wenn es draußen kalt und nass ist. Es gibt zwar die verschiedensten Regeln, die man beim Fasten beachten sollte. Ich kann dir nur von meinen eigenen Erafhrungen berichten und von dem, was ich gemacht habe.

Saftfasten 10 Tage (2011)

Im Durchschnitt faste ich 10 Tage und das ca. 2-Mal im Jahr. Es gibt Personen, die fasten sogar 2-Mal im Jahr 40 Tage.

Hier ein paar Tipps für Anfänger:

Man braucht folgende Utensilien:

  • Jede Menge stilles am besten warmes Wasser, Obst und Gemüse. Wenn du kein Wasser aus der Leitung nehmen möchtest, dann kaufe schon im vorhinein ausreichend Wasser ein.
  • Viel Gemüse, wenig Obst für frisch gepresste Säfte. Bitte, wenn möglich, nur Bio-Qualität verwenden. Übermengen an Pestizide während der Fastenzeit zu sich zunehmen, sehe ich als weniger sinnvoll an.
  • Grüne Heilerde, oder Algen wie zum Beispiel Spirullina, oder Gerstengras. Diese Dinge kannst du im Reformhaus einkaufen, oder über das Internet bestellen.
  • Glauber Salz. Ich persönlich bevorzuge die Kassie, oder Sauerkrautsaft. Die Kassie ist eine Frucht, die schmeckt wie Lakritze. Die kann man im Internet bestellen.
  • Korodin, falls der Kreislauf extrem stark zusammenfallen sollte. Korodin ist in der Apotheke erhältlich. Nur im Notfall und in eigener Verantwortung verwenden. Nebenwirkungen und Riskiken über Arzt und Apotheker erfragen.
  • Mixer, Entsafter
  • 2 Siebe (ein grobes Sieb und ein Feinsieb)
  • Zungenschaber, um den Belag auf der Zunge regelmäßig zu entfernen
  • Wärmflasche für Leberwickel. Auch ist es hilfreich, die Wärmflasche vor dem Schlafen gehen aufzulegen. Das unterstützt den entspannten Einschlafprozess.
  • 2 Tücher für Leberwickel
  • Irrigator Kanne 1 Liter
  • ein paar freie Tage, wenn du du das Fasten noch nicht gewöhnt bist
  • Yoga – Matte. Während der Fastenzeit, sollte man viel Sport machen und sich viel bewegen. Das unterstützt den Entgiftungsprozess.
  • Laufschuhe. Wer gerne joggt, sollte es in dieser Zeit auch regelmäßig machen.

Viele Fastenanfänger haben am Anfang in den ersten Tagen starke Entgiftungsreaktionen. Der Kreislauf kann hier für manch einem eine starke Herausforderung werden. Sie fühlen sich schlapp und müde, fühlen sich nicht besonders leistungsfähig und bekommen schlechte Laune. Deshalb ist es zu empfehlen, sich die ersten Tage frei zu nehmen.

Obwohl zu Anfang Müdigkeit und Schlappheit vorherrschen können, achte darauf. das du dich möglichst viel bewegst und ausreichend trinkst. Der Körper entgiftet in dieser Zeit sehr stark und braucht deine Unterstützung, diese Giftstoffe aus dem Körper zu bringen. Mache viele lange ausgiebige Spaziergänge in der Natur. Auch leichtes Joggen und sportliche Übungen sind hilfreich, aber übernimm dich hier nicht.

Achte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Wenn du der Mensch bist, der in der Regel nur sehr wenig trinkt, dann empfehle ich dir, dir regelmäßig einen Wecker zu stellen und gerade am Anfang alle ½ Stunde eine Tasse Wasser trinken.

Zu den Säften:

Meine Erfahrung ist, darauf zu achten, möglichst grüne Säfte zu trinken. Sie haben einen hohen Chlorophyllanteil und zum anderen Bitterstoffe, die die Hungergefühle stoppen. Vermeide Obstsäfte, weil das süße Obst hungrig macht. Außerdem “matscht” es auch zu sehr.

Wenn am Anfang der Fastenzeit zwischendrin mal ein starkes Hungergefühl auftaucht, dann esse ich einen oder zwei Teelöffel grüne Heilerde.

Diese Säfte, die du während der Fastenzeit trinkst, sind keine Smoothies. Sie enthalten keine festen Bestandteile. Sie sollten mindestens 2-Mal gesiebt werden. Wichtig ist, dass der letzte Durchgang mit einem Haarsieb durchgeführt wird.


Mein Lieblingsgetränk

besteht aus folgenden Zutaten:

  • grüner Sellerie
  • rote Beete
  • Möhren
  • Apfel
  • Wildkräuter (oder Pulver von Gerstengras oder Algen)

Tipps zur Saftzubereitung: Wenn du dir einen richtig guten Saft zubereiten möchtest, dann lege Wert auf eine Saftpresse, die sehr langsam dreht. Das Entsaften dauert zwar etwas länger. Doch diese wesentlich besser, weil hier kaum eine Oxidation während des Pressvorganges entsteht.

Das Glaubersalz am ersten Abend so einnehmen, wie es auf dem Beipackzettel steht. Ich persönlich verwende die Kassie, eine indische Pflanze, die wie Lakritze schmeckt und stark entgiftet. Davon nehme ich 10 Plättchen. Andere brauchen vielleicht weniger oder mehr. Eine sehr gute Empfehlung ist es, sich gerade in den ersten Tagen regelmäßig einen oder 2 Einläufe am Tag zu machen. Das erleichtert extrem den Entgiftungsprozess. Später ist es nicht mehr jeden Tag erforderlich. Es kommt darauf an, wie gut die Säfte gesiebt sind.

Die ersten Tage sind in der Regel die schwersten.

Wenn Probleme mit der Leber auftauchen, dann einfach Leberwickel machen (feuchtwarme Umschläge)

Meist nach 3 Tagen spielt sich das Ganze ein. Die Hungergefühle gehen weg.

Ich selber praktiziere das Fasten schon einige Jahre und habe festgestellt, dass es von mal zu mal besser wird. Inzwischen ist es auch so, dass ich während des Fastens unheimlich viel Energie bekomme und gar nicht mehr so viel abnehme, so dass ich dann eigentlich mit dem Fasten gar nicht mehr aufhören möchte.

Bitte beachte Fasten ist kein Abnehmprogramm und sollte nicht als diätetische Maßnahme betrachtet werden. Hier beim Fasten steht die Reinigung im Vordergrund. Natürlich nimmst du beim Fasten auch ab. Doch umso öfter du fastest, umso weniger nimmst du ab.


Wenn du dich für einen Abnehmkurs interessierst, dann empfehle ich dir den Kurs: Abnehmen mit Atmen und Meditation. Bewusstes Abnehmen ohne Verzicht.


Ein Nachteil für mich ist es jedoch, dass ich durch das Fasten ständig friere. Darum ist es auch ratsam das Fasten bei wärmeren Temperaturen mit Sonne durchzuführen.

Aber insgesamt ist es eine tolle Sache. Die inneren Organe werden entlastet und man kann in der Zeit unheimlich viel leisten. Man braucht viel weniger Schlaf.

Wer möchte, kann sich in der Zeit auch entgiftende Massagen geben lassen. Ayurveda bietet hierfür eine ausgezeichnete Möglichkeit.

Fastenerfahrung 26 Tage (2014)

Fasten ist eine sehr gute Möglichkeit den Verdauungstrakt mal eine Schonpause zu gönnen. Es ist jedem, der nicht nur von Gemüse und Obst lebt, anzuraten, das Fasten in seinem Jahreskalender mit aufzunehmen, denn Körper und Geist werden es euch danken.

Inzwischen habe ich schon mehrere Male gefastet. Die ersten Male habe ich bis 10 Tage gefastet. Beim vorletzten Mal bin ich auf 21 Tage gekommen und dieses Mal auf 26 Tage.

Ich persönlich faste bisher mit gesiebten Säften und Gemüsebrühe. Beim letzten Mal hatte ich auch eine Woche Wasserfasten dabei. Auch das war eine interessante Erfahrung für mich.

Hier bekommst du mal einen Ablauf, wie ich es mit dem Fasten so handhabt habe:

Maßnahmen am ersten Tag:

Normalerweise wird empfohlen, einen Tag vor Fastenbeginn schon mal mit dem Essen herunterzufahren. Das ist bestimmt richtig und sehr gut. Doch ich persönlich habe es mir so angewöhnt, dass ich mir immer einen Tag vor Fastenbeginn noch mal ein schönes Essen zubereite, oder ich mit jemanden nett Essen gehe und mir dann sage, heute darf ich mir noch mal ein richtig gutes Essen gönnen und morgen beginnt mein Fastenprogramm.

Bei meinen ersten Fastenversuchen wog ich zu Fastenbeginn noch mal mein Ausgangsgewicht. Doch je öfter ich fastete, umso weniger interessant wurde das Gewicht für mich. Beim Fasten geht es nicht um das Abnehmen. Es geht um die Reinigung des Körpers. Und umso mehr man fastet, umso weniger nimmt man ab.

Dann koche ich mir heißes Wasser und trinke erst mal warmes Wasser um den Verdauungsprozess anzukurbeln. Wem das warme Wasser nicht so schmeckt, der kann sich ja ein Spritzer Zitrone oder Ingwer hinzugeben. Warmes Wasser kurbelt die Verdauung an. 

Nach einer ca. halben Stunde mache ich mir meinen ersten Einlauf. Alle Informationen, wie du dir einen Einlauf machen kannst, bekommst du hier.

Wer möchte, kann sich jetzt auch ein wenig sportlich betätigen. Joggen gehen, oder Yoga machen, oder eine andere Sportrichtung, die ihm gefällt. Bewegung ist während der Fastenzeit sehr wichtig, damit der Körper leichter abgeben kann und die Muskeln sich nicht zu schnell abbauen.

Wer sich mit Atemtechniken auskennt, sollte auch einige Minuten für das bewusste Atmen hernehmen, weil man über das tiefe Atmen, den Entsäuerungsprozess unterstützen kann. Außerdem kann man über das Atmen sehr viel Stress abbauen und sich in einem ausgeglichenen Zustand bringen.

Wichtig ist, über den Tag verteilt, sehr viel zu trinken. Umso mehr ich trinke, umso schneller bringe ich die Giftstoffe, die sich im Körper lösen, nach außen. Wer generell wenig trinkt, sollte sich einen Wecker, die entsprechende Anzahl von Flaschen und ein Glas bereitzustellen. Es wäre gut, sich die Menge über den Tag verteilt einzuteilen und sich den Wecker danach zu stellen, so dass man gezwungen ist, auf die entsprechende Trinkmenge zu kommen. Wenn man viel trinkt, hat man auch weniger Hungergefühle. Aber die verschwinden sowieso dann nach ca. 3 Tagen, oder früher. Tauchen starke Hungergefühle auf, dann kann man diese auch zum Beispiel mit 2 Esslöffeln grüner Heilerde stillen. Dazu auch immer wieder viel trinken.

Wer kann, gestaltet seinen Tag wie immer, oder macht Spaziergänge, oder liest gemütlich ein Buch. Auch Meditation ist zu dieser Zeit besonders hilfreich, um mal speziell etwas für sich zu tun.

Ich persönlich zog es vor, am Abend nicht mehr so viel zu trinken. Ich hasse es, wenn ich die ganze Nacht auf die Toilette rennen muss.

Zum Abend, vor dem Schlafen gehen, nahm ich die Kassie zu mir. Wenn sie lecker nach Lakritze schmeckt, dann haben wir noch sehr viele Giftstoffe in unserem Körper. Erst, wenn du merkst, dass sie eklig schmeckt, dann wirst du langsam rein. Umso ekliger sie schmeckt, umso reiner ist unser Körper.

Wer mit Glauber Salz arbeiten möchte, der nimmt sich eine große 500 ml Tasse. Fülle in die Tasse 2 Esslöffel Glauber Salz, welches man in der Apotheke bekommt und einen Spritzer Zitrone (Bioqualität), damit es etwas besser schmeckt. Dann alles gut verrühren und trinken. Ich selber habe kein Glauber Salz benutzt. Ich halte irgendwie nicht viel davon. Wer aber von diesem sich mehr Erfolg verspricht, kann diesen ja alternativ benutzen.

Bevor du dann endgültig zu Bett gehst, mache dir noch eine Wärmflasche und lege sie dir zum Schlafen auf den Bauch. Das entspannt deinen Geist und du kannst entspannt einschlafen. Auch Meditieren vor dem Einschlafen ist eine sehr gute Sache.

Wenn möglich, so früh wie möglich, ins Bett gehen. Ich schaute immer, dass ich gegen 20 Uhr ins Bett kam.

Auch empfehle ich in dieser Zeit auf Fernsehen, Radio und Zeitung zu verzichten. Sie versauen den Geist und schaffen innere Unruhe. Wenn du sehr starke Entgiftungsreaktionen hast, bist du in dieser nicht besonders gut drauf. Darum sehe ich es als wichtig, sich eine Umgebung zu schaffen, wo ich sehr gut für mich sorge und sehr gut mit mir sein kann.

  1. Tag

Wieder den Tag mit warmem Wasser beginnen. Auf Toilette gehen, einen Einlauf machen, sich sportlich betätigen. Wie immer, viel trinken. Sich viel Zeit für sich nehmen und früh schlafen zu gehen.

Der eine oder andere merkt vielleicht schon, dass sich die Leber bemerkbar macht. Wenn das der Fall ist, dann feuchte Leberwickel machen. Dafür nehme eine Wärmflasche und fülle sie mit etwas heißem Wasser. Die Flasche immer nur höchstens halbvoll machen und die Luft herausdrücken. Umso länger hält die Wärme in der Flasche. Die 2 Gästetücher zur Hand nehmen. Das erste Tuch in warmes Wasser tränken, auswringen und es sich auf die rechte Oberbauchseite legen und dann das trockene darauf legen und zum Schluss die Wärmflasche. Auch die Wärmflasche kann man noch mal mit einer Decke abdecken, dann bleibt die Wärme noch etwas länger erhalten.

  1. Tag

Leichte Schlappheitsgefühle, verbunden mit Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und leichten Schwindel. Aber ansonsten geht es mir gut. Im Vergleich zu den Fastenunternehmungen davor geht es mir relativ gut. Ich kann meine Arbeit ganz normal verrichten. Ist man noch Fastenunerfahren, dann sollte man die Fastenzeit lieber in die Urlaubszeit rein verlegen. Bei meinen ersten Fastenunternehmungen war ich zu der Zeit nicht in der Lage, meiner Arbeit nachzugehen. Da hing ich schlapp im Bett herum und konnte kaum aufstehen. Das viele Trinken war zu dieser Zeit ein schweres Problem für mich. Inzwischen habe ich diese Probleme nicht mehr.

Mein Fastenprogramm setzt sich während der ganzen Tage zusammen aus: Sportübungen aus Pilates und Yoga, Atemtechniken aus dem Yoga, Meditationen, viel Trinken, kein Fernsehen, kein Radio, entspannte Literatur, früh schlafen gehen.

Für die ersten Tage ist es gut, regelmäßig pro Tag einen oder zwei Einläufe zu machen. Aber dann kann man es reduzieren. Einfach dann immer einen Einlauf nach deinem Gefühl machen. Auch Tage nach Fastenbeginn kann sich noch Stuhl aus dem Darm lösen. Es ist ein Irrtum zu denken, der Darm müsste doch jetzt sauber sein. Es kommt immer wieder noch etwas nach.

Auch wenn die Säfte durch ein Haarsieb gesiebt sind, trotzdem nimmt man immer noch irgendwelche Restbestände an festen Essen zu sich, so dass hin und wieder ein Einlauf ganz gut ist. Auch alter Stuhl, der sich bisher aus dem Darm nicht löste, wird sich in dieser Zeit noch lösen.

Meine Getränke setzen sich zusammen aus: warmes Wasser mit Zitrone, gemixte gesiebte Säfte aus Wildkräutern und warmen Wasser, frischen Möhrensaft, Sauerkrautsaft, Grapefruitsaft. Wenn möglich, keine süßen Säfte trinken, weil diese Hungergefühle erzeugen. Und umso mehr grün du trinkst, umso mehr Energie bekommst du.

Inzwischen bin ich beim 19. Tag angelangt. Das Fasten hängt sich an. Schon seit Tagen scheint keine Sonne. Es kommt ein starkes Verlangen nach tierischem Eiweiß auf. Das Körpergewicht hält sich im Rahmen. Bisher habe ich ca. 5 Kg abgenommen. Das ist nicht viel. Die Cellulite ist deutlich zurückgegangen.

Meine Regel zieht sich nach hinten raus. Blutungen kommen kaum zu Stande. Erst ab da, wo ich das Fasten beendet hatte. Da ging es dann richtig los.

Am 24. Tag fällt mir eine Zahnfüllung raus. Diese hat sich vollkommen in sich aufgebröselt. Das ist leider eine Folge des Entgiftungsvorganges. Der Körper versucht während der Fastenzeit alles abzustoßen, was nicht wirklich zum Körper gehört. Und da kann es passieren, dass er Fremdkörper wie zum Beispiel Zahnfüllungen abstößt.

Das Wetter ist leider immer noch nicht besser und das Kältegefühl hängt sich immer mehr an. Langsam will ich nicht mehr. Am 26. Tag hörte ich dann auf.

Ich brauche für die Fastenzeit  Sonne und Wärme. Kälte und Dunkelheit schwächen mich im meiner Ausdauer, das Fastenprogramm länger durchzuziehen. Wenn ich vielleicht unter Palmen leben würde und jeden Tag Sonne hätte, dann wäre das bestimmt weniger ein Problem. Aber bei diesen Lichtverhältnissen und den Temperaturen hier in Deutschland kommt das vorerst für mich nicht in Frage. Da hat man dann schon zu tun, nicht in eine Depression zu rutschen.

Aber das heißt nicht, dass es bei jedem, oder das es jedes Mal so ist. Das eine Jahr hatte ich während des Fastens so viel Energie, da hätte ich viel länger fasten können. Doch da kam eine Veranstaltung hinzu, wo ich das Fasten dann abbrechen musste. Das war ein bisschen Schade. Ich fühlte mich so was von fit und voller Power. So ein Gefühl hatte ich bisher noch nie erlebt.

Mein Ziel ist es, irgendwann mal 40 Tage zu fasten. Aber bisher habe ich es aufgrund der Kälte und der damit verbunden starken Sucht nach Essen nicht geschafft.

Und das reine Wasserfasten kam für mich bisher auch noch nicht in Frage. Bisher brauche ich zu meinem Wasser immer noch ein Geschmack. Das alleinige Wasser schmeckt mir auf Dauer zu eklig.

Das ist wieder ein Erfahrungsbericht über das Saftfasten. Inwieweit euch diese Informationen Anregungen geben oder nicht, liegt in euer Ermessen. Ihr seid in eurer eigenen Verantwortung und ich hafte nicht für irgendwelche Folgen. Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker. Ich bin nur ein Erfahrener, der seine Erfahrungen gerne weiter gibt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

19 − neun =