Wie kannst du dich auf Meditation vorbereiten?

 

Um sich auf eine Meditation vorzubereiten, brauchst du auf der einen Seite nichts und gleichzeitig wieder sehr viel.

Was meine ich damit? Für die Meditation selber brauchst du nur dich. Deine innere Bereitschaft, sich auf Meditation einlassen zu wollen. Was du auch brauchst, ist deine Offenheit – Meditation als einen Lernprozess zu sehen. Sicherlich konntest du auch nicht als Kleinkind von heute auf morgen loslaufen. Es hat eine Zeit gedauert, bis du es wirklich richtig beherrscht hast. Und jeder braucht natürlich unterschiedlich lange, bis er es wirklich kann.

Was du auch für die Meditation brauchst, ist, dass du dich nicht unter Erfolgsdruck setzt. Das ist hier ganz falsch angebracht. Sehe Meditation als ein Spiel und nicht als eine Leistung, die du unbedingt erreichen musst. Die meisten Deutschen von uns sind unter Leistungsdruck aufgewachsen. Man soll ziemlich schnell begreifen und alles soll perfekt sein. Doch das passt hier absolut nicht her. Es gibt schon solche Personen unter uns, die stundenlang am Tag meditieren, um zu Erfolgen zu kommen. Vor allem Männer sind oft sehr stark ergebnisorientiert. Entweder sie meditieren gar nicht, oder sie meditieren unter dem Vorwand, möglichst schnell Ergebnisse erzielen zu wollen. Nicht alle sind so, aber viele von ihnen schon.

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Meine Meinung dazu: Geh es spielerisch an. Habe Spaß und Freude dabei und genieße diese Zeit, als ein Geschenk an dich selbst und nicht als Zwang, etwas tun zu müssen. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. „Oh!“, werden jetzt einige Frauen sagen. „Das ist doch egoistisch.“ Liebe Frauen, das ist nicht egoistisch. Das ist gesunde Selbstliebe. Diese Selbstliebe ist sehr wichtig für uns. Früher habe ich auch gedacht, ich muss immer für andere da sein. Das ist ja meine Aufgabe als Mutter und Ehefrau. Wir sind so erzogen wurden, doch dieser Mangel an Selbstliebe bringt uns in die Opferhaltung und macht uns auf Dauer krank. Und dann wundern wir uns, warum wir so ausgebrannt sind und kaum noch Kraft für uns selbst haben.

Erst darf es dir gut gehen und dann kannst du anderen helfen. Wenn du in deiner vollen Kraft bist, kannst du anderen Menschen besser helfen, als wenn du kaputt und müde bist. Das siehst du doch bestimmt ein.

Kommen wir wieder zurück zum Thema Meditation: Sieh die Meditation als Akt der Liebe zu dir selbst und als wertvolle Zeit, die du dir selbst schenkst. Du hast jetzt dieses eine Leben und du bist verantwortlich für dieses Leben. Und es darf dir dabei auch gut gehen.

Die meisten Menschen nehmen sich viel zu wenig Zeit für sich selbst. Der Tag hat 24 Stunden. Davon gehen mindestens 16 Stunden für Arbeit und Schlaf weg. Die restliche Zeit nimmst du dir für Familie und Freunde, oder für irgendwelche Ablenkungen am Computer oder Handy. Man sagt, der Mensch sollte sich wenigsten 1 Stunde am Tag für sich nehmen. 1 Stunde, in der er sich mit sich selbst beschäftigt. Doch wer macht das? Ein paar Personen wird es schon geben, die das machen. Doch das sind nur sehr wenige.

Schau dir deinen Alltag an. Nimmst du dir 1 Stunde bewusst Zeit nur für dich? Dazu zählt nicht die Zeit, in der du vor dem  Fernseher oder am Computer sitzt. Vielleicht am Handy spielst, oder ein Buch liest. Diese Zeit meine ich damit nicht. Gemeint ist die Zeit, in der du bewusst dich mit dir selbst beschäftigst. Viele schaffen nicht mal 10 Minuten am Tag.

Sie kommen zwar mit der Ausrede- sie haben keine Zeit. Doch in Wirklichkeit, können sie es nicht. Sich mit sich selbst beschäftigen, wie geht das denn? Das ist doch viel zu langweilig.

Meditation ist eine Möglichkeit der Selbstbeschäftigung. Und wenn du meditieren möchtest, dann brauchst du diese Voraussetzung, sich mit sich selbst beschäftigen zu wollen. Im Moment klingt das schon mal sehr schwer. Aber glaube mir, auch du kannst dahin kommen und du musst nicht erst warten, bis es dir so schlecht geht, dass du keinen anderen Ausweg mehr für dich siehst. Das ist ja leider auch unser Problem, dass wir oft erst ins Handeln kommen, wenn es uns so richtig schlecht geht. Und dann kommen viele auch nicht ins Handeln. Was natürlich sehr Schade ist.

Ok. – soweit erst mal zur geistigen Einstellung.

Was brauchst du sonst noch, um entspannt meditieren zu können?
Hier zähle ich dir jetzt einiges auf, wie du dir deinen zeitlichen und räumlichen Rahmen gestalten kannst:

Die beste Zeit zum Meditieren ist direkt nach dem Aufwachen am Morgen, oder vor dem Schlafen gehen am Abend.
Warum am Morgen? Du nimmst deine Entspanntheit und Ausgeglichenheit, die du während der Meditation bekommst, mit in den Alltag. Der Vorteil: Du kannst wesentlich entspannter arbeiten. Du fühlst dich weniger gereizt. Du hast mehr Freude bei der Arbeit. Du fühlst dich weniger von deinen Mitmenschen genervt und du kannst andere besser so sein lassen, wie sie sind.
Warum am Abend? Vor dem Einschlafen zu meditieren, hat den Vorteil, dass sich deine Probleme des Alltags verflüchtigen und du dadurch wesentlich besser einschlafen kannst. Deine Träume sind weniger stress- und kampfbehaftet. Du führst keine Streitigkeiten mehr im Schlaf aus. Du kannst besser durchschlafen. Und wenn du ein guter Träumer bist, kannst du über Träume besser Informationen für dich herausziehen. Wusstest du, dass Träume dir einiges vermitteln können? Sie können dir schon im Vorhinein einige Antworten geben und dir sagen, was so auf dich zukommt.

Wenn du die Möglichkeit hast, meditiere immer zur gleichen Zeit und am gleichen Ort. So kann sich dein Geist dementsprechend konditionieren.

Suche dir einen festen Platz in deiner Wohnung, wo du dich wohlfühlst. Das kann ein Raum oder eine Ecke sein, wo du ungestört regelmäßig jeden Tag 10 Min. bis 20 Min. meditieren kannst. Es kann auch einfach nur in deinem Bett sein. Wichtig ist, du fühlst dich an dem Ort gut und er lenkt dich niemand ab. Später, wenn du geübter bist, kannst du überall meditieren. Das kann in öffentlichen Verkehrsmitteln, an der Haltestelle. Die Leute denken dann, du schläfst und dabei meditierst du. Du kannst dann beim Joggen meditieren, beim Abwaschen, beim Duschen – egal wo. Ziel ist es zu lernen, immer bei dem bewusst zu sein, wo du gerade bist.

Sicherlich kennst du das auch. Du bist zum Beispiel gerade beim Abwaschen und im Geist bist du schon bei ganz woanders. Du denkst vielleicht schon an irgendwelche Aktionen, die du noch an diesem Tag noch machen möchtest. Oder du denkst über irgendeine Situation nach, die du erlebt hast, die dir sehr nach geht und dich noch sehr beschäftigt. Doch das Ziel ist es, im Hier und Jetzt zu sein und deine Gedanken nicht herumschwirren zu lassen.

Nach Möglichkeit meditiere regelmäßig jeden Tag mindestens 10 Minuten. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass bereits 10 Minuten täglich der Versuch zu Meditieren zu Erfolgen führt. Wichtig ist hier die Regelmäßigkeit. Durch die Regelmäßigkeit entwickelst du eine Gewohnheit. 10 Minuten am Tag bringen dir mehr Erfolg als 1 x in der Woche.

Stelle für deine Meditation das Telefon aus und alles, was dich von der Meditation ablenken könnte. Informiere deine Familie, dass du jetzt meditierst und nicht gestört werden möchtest.

Von Vorteil ist, dass du deinen Körper unmittelbar vor der Meditation nicht so schwer mit Essen belastest. Nach Möglichkeit auch kein Kaffee, kein Alkohol, kein Nikotin, keine Schokolade, kein Zucker vor der Meditation zu sich nehmen. All diese Dinge vernebeln deinen Geist. Sie machen dich müde und deine Aufmerksamkeit ist enorm beeinträchtigt.
Besser du trinkst vorher stilles Wasser. Nimmst du Psychopharmaka, dann finde eine Zeit, wo du frei von Medikamenten bist.

Was ist noch zu beachten?

Dein Raum sollte für die Meditation nach Möglichkeit nicht zu hell und zu sonnig sein.  Er sollte angenehm temperiert sein. Ist der Raum etwas kühler, dann empfiehlt es sich, eine Jacke und warme Strümpfe anzuziehen. Deine Kleidung sollte bequem sein und nicht zu eng am Körper liegen.

Wenn du deinen Meditationsraum angenehm einrichten möchtest, kannst du das gerne machen, ist aber für den eigentlichen Erfolg der Meditation nicht ausschlaggebend. Für die Meditation selber, brauchst du nichts.

Doch wenn du denkst, du kannst dich dann besser entspannen, dann kannst du dir einen kleinen Altar herrichten.

Blumen hinstellen, eine Kerze, Kristalle, schöne Steine. Alles, was dir Freude und Entspannung schenkt. Verwende nur Dinge, die wirklich mit dir zu tun haben und nicht mit Fremdenergien belastet sind. Verwende keine Fotos von Familienangehörigen, wie Partner, Kinder, Eltern oder Tiere. Alles, was du dir hinstellst, hinlegst oder hinhängst, sollte wirklich nur mit dir zu tun haben.

Möchtest du für die Meditation sanfte Musik verwenden, kannst du das gerne machen. Ich selber verwende generell keine Musik. Ich finde es eher ablenkend und störend. Ich bin dann die ganze Zeit bei der Musik und nicht wirklich bei mir.

Lege dir eine Zeit fest, wie lange zu meditieren möchtest. Nehme dir bewusst vor, diese Zeit auch durchzuhalten – egal, welche Gedanken auch kommen mögen. Du kannst dir auch hierzu einen Wecker stellen und dann bleibst du sitzen, bis er klingelt. Lege dir eventuell Stift und Papier bereit, wenn du noch Anfänger bist. Dann kannst du dir alle deine wichtigen Gedanken, die dir während der Meditation kommen auf Papier festhalten und deinen Geist wieder freihalten für die Meditation. Auch ich mache das noch hin und wieder, um meine Blitzgedanken festzuhalten.

Wenn es dir schwerfällt, allein zu meditieren, kannst du das gerne auch mit einer Gruppe machen. Vielen fällt es gerade zu Anfang viel leichter, wenn sie in der Gruppe meditieren.

Was auch wichtig ist, ist das du dran bleibst. Wir wissen immer so viel, aber kommen nur mit wenigen Dingen in die Umsetzung. Die Umsetzung bringt den Erfolg, nicht das Wissen allein. Das meditieren sollte für dich eine Gewohnheit werden, wenn du zukünftig meditieren möchtest. Und das schaffst du durch Regelmäßigkeit. Man sagt, wenn man 21 Tage die gleiche Tätigkeit macht und das nach Möglichkeit zur gleichen Zeit, dann wird aus einer Handlung eine Gewohnheit.

Ok. Jetzt weißt du, wie du dich auf eine Meditation vorbereiten kannst. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung. Setze dich auf keinen Fall unter Erfolgsdruck. Mach alles mit Liebe und sei mit Freude dabei.

Deine Lolita Rühle.

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