Was ist Pranayama?

Der Begriff „Pranayama“ kommt aus dem Altindischen und die Sprache ist Sanskrit.
Die Lehren gehen bis auf 5000 Jahre zurück und wurden entwickelt von den Rischis, den alten indischen Weisen (Seher der Wahrheit), die über lange Meditationen erfahren haben, was für das Leben gut ist. Diese Lehren wurden an die Schüler über Generationen hinweg weitergegeben, bis sie dann vor 3000 Jahren in den Veden niedergeschrieben wurden sind. Das sind die ältesten überlieferten Schriften der Menschheit.

Prana wird übersetzt mit Hauch, Atem, Leben, Energie, Stärke – ist der Lebenshauch aller Wesen im Universum. Überall wo Leben und Bewegung ist, da ist Prana.
Prana ist die Lebensenergie, die wir über den Atem aufnehmen. Prana ist feinstofflich. Der Atem grobstofflich.
Ayama wird übersetzt mit Streckung, Dehnung, Ausweitung, Verlängerung und Kontrolle über den Atem.
Pranayama bedeutet Reinigung und Kontrolle des Atems und setzt sich zusammen aus bewussten Einatem-, Ausatem- und Atem-Anhaltetechniken.
Die Einatmung (Puraka) bringt den Organismus in Gang. Man nimmt Energie und Kraft im Körper auf.
Die Ausatmung (Rechaka) führt verbrauchte Luft und Giftstoffe ab und bewirkt ein Loslassen von Gefühlsspannungen.
Mit dem Atemanhalten (Kumbhaka) verteilt man die Energien im ganzen Körper. Es findet die innere Zellatmung statt – der Gasaustausch innerhalb der Zelle.

Mit Pranayama werden die Organe und die Energiekanäle auf der grobstofflichen als auch auf der feinstofflichen Ebene gereinigt. Dadurch wird ein energetisches Gleichgewicht innerhalb der beiden und zwischen den beiden hergestellt.
Daraus resultieren folgende Ergebnisse:
• Das Lungengewebe wird vollkommen genutzt. Man kann bei regelmäßigen Atemtraining, den Atem 1 Minute und länger anhalten. Jeder weiß, dass nach 3 Minuten ohne Sauerstoff, die ersten Schäden entstehen können, aber bei regelmäßigem Training gibt es keine Probleme.
• Die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt.
• Der Alterungsprozess wird hinausgezogen, weil die Organe wesentlich länger und besser ihre Funktionen ausführen können. Gleichzeitig bekommen sie eine Massage.
• Durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr, reduziert sich der Kohlendioxidgehalt im Blut. Kohlendioxid ist neben der Ernährung eine der Ursachen für überhöhte Säure im Blut. Und man kann über die Atmung den Säuregehalt des Körpers senken. Wir wissen, überhöhte Säure ist Ursache für viele Krankheiten.
• Das Immunsystem wird gestärkt
• Die Aktivität und Leistungsfähigkeit wird erhöht
• Diese Atemtechniken bewirken auch ein Loslassen und Befreien von Altlasten, weil man gerade mit der Ausatmung sehr viel abgeben kann.
• Der Geist kommt zur Ruhe und innere Harmonie stellt sich ein.
• Man bekommt eine aufrechte und entspannte Körperhaltung
• Und das Selbstbewusstsein wird gestärkt.

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