Steuerfreie und sozialabgabefreie Sachzuwendungen durch § 8 Abs. 2 Satz 9 11 EStG

Kennst du den § 8 Abs. 2 Satz 9 11 EStG?

Der war mir bisher vollkommen unbekannt. Über eine Firma ProFit bin ich auf diesen Paragraphen gestoßen.

Ich wusste gar nicht, dass Unternehmer zusätzlich zum Arbeitslohn Sachleistungen von 44,00 Euro monatlich steuer- und sozialabgabenfrei ihren Mitarbeitern gewähren können. Dabei spielt es gar keine Rolle, wie diese Sachleistungen auszusehen haben. Das können neben Sachgeschenken durchaus auch Gutscheine sein. Allerdings darf diese Grenze von 44,00 Euro monatlich nicht überschritten werden. Diese Gutscheine werden vorher vom Unternehmer in den verschiedenen Firmen eingekauft. Das können Firmen sein, wie  Tankstellen, Kaufhäuser, Restaurants, Fitnessstudios, oder auch Einrichtungen, die gesundheitliche Dienstleistungen (wie ich mit Ayurveda und meine Kursveranstaltungen) anbieten. Kostet die Sachleistung mehr als 44,00 Euro, muss der Mitarbeiter als Kunde oder Kursteilnehmer den Restbetrag draufzahlen. Immerhin hat er 44,00 Euro gespart.

Ich finde, das ist doch zum normalen Gehalt eine tolle steuer- und sozialabgabefreie Zusatzleistung für den Mitarbeiter und der Unternehmer spart Lohnnebenkosten ein.

Welche Vorteile bringt diese Sachleistung für ein Unternehmen noch ein?

Durch die monatliche steuerfreie Zuwendung fühlt der Mitarbeiter sich mehr mit dem Unternehmen verbunden. Er bringt sich motivierter im Unternehmen mit ein, so dass sich auch das Betriebsklima im Unternehmen verbessert. Der Gedanke von Stress am Arbeitsplatz reduziert sich.

Wenn der Unternehmer gezielt Gutscheine in Gesundheitseinrichtungen, wie Massage, Yoga, Entspannung usw. einkauft, reduzieren sich auch die Krankheitstage der Mitarbeiter. Von besonderem Vorteil wäre es, wenn der Unternehmer auch die Lieblingsfreizeitbeschäftigungen seiner Mitarbeiter kennen würde und dementsprechend die Gutscheine einkauft.

Die Krankheitstage der Mitarbeiter würden sich schlagartig verringern. Der Mitarbeiter fühlt sich von seinem Unternehmer geschätzt und ernst genommen und ist auch dann bereiter sich mit seiner Firma verbunden zu fühlen.

Das ist doch ein gewaltiger Unterschied, wenn sich der Mitarbeiter mit seiner Firma verbunden fühlt, oder er nur zur Arbeit geht, weil er es muss. Somit denkt er auch lösungsorientierter für das Unternehmen.

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