Mit Meditation den Geist zur Ruhe bringen

Das Gehirn befindet sich in einem ständigen Dauerbetrieb und produziert ständig neue Gedanken. Der Mensch hat ca. 60 000 bis 80 000 Gedanken pro Tag. Sehr oft sind es auch die gleichen. So hat es die Natur auch vorgesehen. Das Gehirn soll uns vor etwaigen künftigen Gefahren bewahren und denkt daher immer daran, was möglicherweise passieren könnte. Früher war es für das Gehirn einfacher, weil die Reizüberflutung nicht so stark war. Die Hauptgedanken waren Gedanken des Überlebens.

Mit Einführung verschiedener Technologie, vor allem der Kommunikationstechnologien und Verkehrsmittel, wurde zunehmend alles schnelllebiger. Erst Auto, Zug, dann Straßenbahn. In den Großstädten die U-Bahn und die S-Bahn. Dann die Einführung der Uhren, später die Telefone, die Fernseher, die Computer und die Handys. All diese Dinge haben dazu beigetragen, dass der “moderne” Mensch einem Dauerfeuer an Reizen ausgesetzt ist, die das Gehirn entsprechend verarbeiten muss.

Folge: Der Mensch lebt fast nur noch ein Leben im Außen. Er ist ständig mit irgendwelchen Ablenkungen beschäftigt. Er hat verlernt bewusst zur Ruhe zu kommen. Er ist nur noch am Machen. Er weiß auch nichts mehr mit Ruhe anzufangen. Er sucht ständig Ablenkung im Außen. Sich mit Freunden in Cafes und Bars treffen, oder sich für das Kino oder die Discothek verabreden, um bloß nicht allein zu sein. Oder er beschäftigt sich den ganzen Tag am Computer, oder führt stundenlange Telefongespräche. Wenn er sich körperlich oder geistig nicht ablenken kann, fällt er vollkommen aus seinem Lebenskonzept. Wenn man heutzutage mit der U-Bahn fährt, sieht man mindestens 2/3 der Insassen mit dem Handy spielen (SMS, Internet surfen, Musik hören).

Probiere mal, ob du 1 Tag ohne Handy und Computer auskommen kannst. Das ist für viele nicht mehr denkbar. Und manche sind schon so süchtig auf diese Dinge, dass sie es gar nicht mehr schaffen, ohne diese auszukommen. Es gibt Menschen, die schon gezielt nach Therapien suchen, um sich von diesen Süchten und Abhängigkeiten zu befreien.

Durch diese Dinge wird das Gehirn ständig von Dauerreizen überflutet und ist somit ständigen Stress ausgesetzt und das erzeugt mit der Zeit körperliche Stressreaktionen. Gefühle der inneren Unruhe, Angst, Ärger, Wut, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unzufriedenheit sowie Depression und Burn-Out treten auf. Kurz gesagt: Stress pur. Dieser macht auf Dauer krank. Depressionen, Burnout stehen zurzeit bei den Volkskrankheiten an 5. Stelle und werden laut Statistik 2030 an erster Stelle stehen. Die Psychologen haben Arbeit ohne Ende. Es gibt lange Wartelisten. Um in dieser Gesellschaft nervlich gesund alt zu werden, brauchen wir Methoden, um den Geist wieder zur Ruhe zu bekommen. Meditation ist ein Weg, um sich von diesem Dauerstress zu befreien.

Der Stress auf Arbeit nimmt immer mehr zu. Ständig viele Verpflichtungen. Dazu hohe Ansprüche an sich selbst. Man ist nur noch am Funktionieren. Aus diesem ganzen Stress heraus gestalten Menschen ihr Leben. Anstatt mal inne zu halten, sich bewusst zu spüren und mal wirklich herausfinden, was ihnen wirklich wichtig ist.

Vielleicht kennst du das auch. Ständig will jemand etwas von dir. Du übernimmst verschiedene Rollen in deinem Leben und du bist kaum noch du selbst. Du versuchst jedem gerecht zu werden. Du lebst nach dem, was dir deine Eltern beigebracht haben und das was die Gesellschaft dir vorlebt. Doch das alles bist nicht wirklich du. Weißt du denn, wer du bist?

Vielleicht bekommst du schon Magenschmerzen, Kopfschmerzen, innere Unruhzustände und Anspannungen. Du musst dich wirklich fragen: Ist es das Leben, was du leben möchtest? Wohin wird es dich führen, wenn du so weiter lebst? Sicher fragst du dich, was soll ich denn sonst machen? Ich kann doch nicht alles hinwerfen? Nein, das musst du ja auch nicht. Frage dich, was brauchst du, um ein glückliches Leben zu führen? Um ein ruhiges entspanntes Leben zu führen? Um ein erfülltes Leben zu führen, wo du die Dinge machst, die dir eigentlich wirklich wichtig sind? Oft weiß man gar nicht, was einem wichtig ist. Doch man kann es herausfinden.

Du bist selbst die Veränderung. Alle Ausreden, die du dir kreierst, halten dich von deinem wirklichen Sein ab. Du hast Angst vor deinen eigenen Gefühlen.

Du willst sie wegdrücken. Du willst sie nicht haben. Angst vor der Angst. Angst vor Wut, Zorn, Hass, Neid. Doch die Natur hat diese Gefühle eingerichtet, damit du sie lebst. Alle Gefühle erlauben. Es sollte dir ein Bestreben sein, im Einklang mit deinen Gefühlen zu sein. Die Meditation kann dir dabei helfen.

 

Einführung in die Kunst der Meditation

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