Lichtnahrung im Ayurveda

Die Art wie der Mensch sich ernährt, spielt im Ayurveda eine entscheidende Rolle. Nach dem Prinzip: “Du bist, was du isst.”
Ayurveda orientiert sich nicht primär an den Gehalt an Kalorien, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine u.s.w. Er konzentriert sich eher auf die Qualität der Nahrung. Wie viel Licht enthält die Nahrung oder wie tot ist sie. Hunger gründet sich auf die Lichtqualität der Nahrung. Ich kann viel essen und trotzdem nicht satt sein.

Entsprechend der Qualität der Nahrung, ist der Mensch gesund oder auch nicht. Die Nahrung ist der Energielieferant für den Aufbau der Körpergewebe. Dabei spielt die Pflanze eine entscheidende Rolle.

Die Pflanze ist ein wichtiges Nahrungsmittel für den Menschen, denn sie speichert Licht. Der Mensch braucht Lichtnahrung, um gesund zu gedeihen und in seiner psychischen und physischen Kraft zu bleiben.

Wichtige Faktoren der Lichtnahrung:

  • nur frische Nahrungsmittel zu sich nehmen
  • Freilandprodukte, statt Treibhaus- oder Gewächshausprodukte,
  • Nahrungsmittel aus eigener Region und entsprechend der Jahreszeit
  • wenn Tierprodukte, dann nur tierische Produkte von Tieren, die mit Grasweiden aufwachsen
  • Eier aus Freilandhaltung, statt Bodenhaltung
  • Milch von Graskühen, möglichst Rohmilch
  • Nahrung aus eigener Region und entsprechend der Jahreszeit
  • frisches Obst und Gemüse, statt Konserven, Gläschenkost, Tiefkühlware, Fertigprodukte, Mikrowelle
  • Bioqualität, frei von Pestiziden, Gen, Antibiotika u.a. chemischen Zusätzen
  • Keine künstlichen Süßstoffe, Aroma-, Farbstoffe und Konservierungsmittel
  • Nahrungsmittel nicht zu lange lagern, Vitamingehalt geht verloren
  • Frisch gekochte Speisen zu sich nehmen, Essen nicht wieder aufwärmen
  • Wenn möglich, kein Alkohol, Kaffee, Nikotin. Wenn Kaffee sollte er koffeinfrei mit etwas Zimt und Kardamompulver, sowie viel Milch getrunken werden.
  • Keine Schokolade und kohlensäurehaltigen Getränke
  • Keine Weißzucker und Auszugsmehle

Kurs “Ayurvedische Ernährung”

Die wichtigste ayurvedische Regel:
Bereite das Essen mit Liebe zu und habe Freude am Essen. Nehme nur die Nahrung zu dir, nach die der Körper verlangt und was ihm wirklich gut tut. Das erwartet einen bewussten ehrlichen Umgang mit seinem Körper. Seinen Körper wirklich zu fragen, was tut dir gut und was tut dir nicht gut. So ist zum Beispiel roher Salat nicht generell für jeden gut, auch wenn es als gesund angeboten wird.

Ziel der ayurvedischen Ernährung ist es, das Verdauungsfeuer Agni in einem normalen Fluss zu halten. Ist das Verdauungsfeuer in irgendeiner Form gestört (zu stark, zu träge, zu unregelmäßig), kommt es zur Entstehung von Krankheiten. Die Nahrung wird nicht vollkommen abgebaut und Ama (Giftstoffe und Schlackenstoffe) sammeln sich in den Shrotas an.

weitere Ernährungsregeln:

  • Esse nicht, wenn du keinen Hunger hast und unter Zeitdruck stehst.
  • Essen unterwegs vermeiden, z. B. beim Autofahren
  • In ruhiger, entspannter und ausgeglichener Stimmung essen
  • Beim Essen wenig Reden, kein Fernsehen, keine Zeitung oder Buch dabei lesen
  • Gewissenhaftes langes ausdauerndes Kauen der Nahrung
  • Esse möglichst immer zur gleichen Zeit. Regelmäßigkeit reduziert Vata.
  • Gebe deinen Körper zwischen den Mahlzeiten 3 bis 4 Stunden Zeit zum Verdauen.
  • Über den Tag verteilt heißes Wasser trinken. Wirkt gut gegen unechte Hungergefühle zwischen den Mahlzeiten. Die Geschmackssinne werden neutralisiert. Außerdem wirkt heißes Wasser beruhigend, psychisch stabilisierend. Darmstörungen verschwinden. Gelenks-, Rücken-, Nackenbeschwerden sowie Juckreiz werden gelindert.
  • 1/3 feste Speisen, 1/3 flüssige Speisen 1/3 frei halten für Luft
  • Trinke zum Essen wenig Flüssigkeit und wenn, dann leicht angewärmt. Denn warme Flüssigkeit wirkt anregend, während kalte die Bildung von Ama unterstützt. Wer zu viel beim Essen trinkt, stört den Verdauungsprozess, die Nahrung kann nicht richtig zersetzt werden, weil die Säureproduktion des Magens unterbrochen wird. Folge sind Völlegefühl, Blähungen, Müdigkeit und Schwere nach der Mahlzeit.
  • Nach dem Essen ruhen und 10 min auf der linken Seite liegen. Besonders gut bei übersäuerten Magen und Sodbrennen. Magen liegt links. Nahrung wird effektiver verdaut.
  • Nach 18 Uhr keine Mahlzeit (Verdauungsfeuer am schwächsten) einnehmen. Die letzte Mahlzeit sollte am Abend 3 Std. vor dem Schlafengehen eingenommen werden, damit der Körper ausreichend Zeit hat, die Nahrung zu verdauen. Wer vor dem Schlafen gehen isst, hat Probleme beim Einschlafen, hat unruhige Träume, so dass man sich beim Aufwachen nicht ausgeschlafen fühlt.

Ayurveda empfiehlt in der Regel vegetarische Kost. Man muss aber kein Vegetarier sein. Wer sich mit Ayurveda beschäftigt, wird allmählich seine Nahrung umstellen und den Fleischkonsum nach und nach von alleine reduzieren. Wenn Fleisch, dann ernähre dich besser von weißen Fleisch, wie Geflügel und Fisch. Rotes Fleisch wie Rind und Schwein sind schwerer verdaulich.

Kurs “Ayurvedische Ernährung”