Gedanken und Gefühle und wie gehen wir damit um?

Unser Gehirn befindet sich in einem ständigen Dauerbetrieb und produziert ständig neue Gedanken. Was glaubst du, wieviel Gedanken der Mensch so am Tag produziert?
Du wirst es nicht glauben, es sind ungefähr 60 000 bis 80 000 Gedanken pro Tag. Und sehr oft sind es auch die gleichen. Ist es dir schon mal aufgefallen, dass du ziemlich oft das Gleiche denkt?

Was glaubst du, warum das so ist? Weil uns das Gehirn vor etwaigen künftigen Gefahren bewahren möchte. Und so denkt er daher immer daran, was möglicherweise passieren könnte.

Ursprünglich war der Mensch „nur“ (in Anführungsstrichen) mit seiner Existenz beschäftigt. Er musste schauen, wo bekommt er sein Essen her und wie kann er sich vor Gefahren schützen und wenn er kein festes zu Hause hatte, wo schläft er? Die Hauptgedanken waren Gedanken des Überlebens – Schutz und Nahrungssuche.
Und damit war der Mensch den ganzen Tag beschäftigt. Und so waren unsere Gedanken immer mit der Vergangenheit und mit der Zukunft beschäftigt und das ist bis heute so geblieben.

Für das Gehirn war es früher einfacher. Es musste sich sozusagen „nur“ um diese Dinge kümmern. Die Reizüberflutung war nicht so stark.

Doch mit der Einführung verschiedener Technologie, vor allem der Kommunikations- und Verkehrsmitteltechnologien, wurde zunehmend alles schnelllebiger. Erst kam das Fahrrad, dann das Motorrad, das Auto, der Zug, dann die Straßenbahn. In den Großstädten die U-Bahn und die S-Bahn. Jetzt gibt es neuerdings den E-Scouter und das E-Fahrrad.

Dann die Einführung der Uhren, später die Telefone, die Fernseher, die Computer und die Handys. All diese Dinge tragen dazu bei, dass der “moderne” Mensch von heute zunehmend einem Dauerfeuer an Reizen ausgesetzt ist, die das Gehirn entsprechend verarbeiten muss.

Die Folge ist: Der Mensch lebt fast nur noch ein Leben im Außen. Er ist ständig mit irgendwelchen Ablenkungen beschäftigt. Somit hat er es vollkommen verlernt, bewusst zur Ruhe zu kommen. Er ist nur noch am Machen. Und das Schlimme ist, er weiß auch nichts mehr mit Ruhe anzufangen. Er sucht ständig Ablenkung im Außen. Sich mit Freunden in Cafés oder Bars treffen, oder sich für das Kino oder die Disco verabreden, um bloß nicht allein zu sein. Oder er beschäftigt sich den ganzen Tag am Computer, am Handy oder führt stundenlange Telefongespräche. Er lässt das Radio oder den Fernseher laufen, um das Gefühl zu haben, nicht allein zu sein.
Und wenn er sich körperlich oder geistig nicht ablenken kann, fällt er vollkommen aus seinem Lebenskonzept. Wenn man heutzutage mit der U-Bahn fährt, sieht man mindestens 2/3 der Insassen mit dem Handy spielen Egal ob es das Schreiben von SMSs ist. Facebook lesen oder allgemein im Internet surfen, Musik hören, irgendwelche Spiele spielen. Das Handy wird für den Menschen immer wichtiger und ist ein entscheidendes Instrument bei der Ablenkung.

Probiere mal, ob du 1 Tag ohne Handy und Computer auskommen kannst. Vielleicht klappt es noch bei dir. Doch ist es für viele Menschen nicht mehr denkbar. Und manche sind schon so süchtig auf diese Dinge, dass sie es gar nicht mehr schaffen, ohne diese auszukommen. Es gibt Menschen, die schon gezielt nach Therapien suchen, um sich von diesen Süchten und Abhängigkeiten zu befreien, weil sie es allein nicht mehr schaffen.

Durch diese Dinge wird das Gehirn ständig von Dauerreizen überflutet und ist somit ständigen Stress ausgesetzt und das erzeugt mit der Zeit körperliche und psychische Stressreaktionen.
Gefühle der inneren Unruhe, Angst, Ärger, Wut, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unzufriedenheit sowie Depression und Burn-Out nehmen immer mehr zu. Kurz gesagt: Stress pur. Und dieser macht den Menschen auf Dauer krank. Depressionen, Burnout stehen zurzeit bei den Volkskrankheiten an 5. Stelle und werden laut Statistik 2030 an erster Stelle stehen. Die Psychologen haben jetzt schon Arbeit ohne Ende. Es gibt lange Wartelisten. Und um in dieser Gesellschaft nervlich gesund alt zu werden, brauchen wir Methoden, um den Geist wieder zur Ruhe zu bringen. Meditation ist ein Weg, um sich von diesem Dauerstress zu befreien.

Der Stress auf Arbeit nimmt immer mehr zu. Ständig viele Verpflichtungen. Dazu hohe Ansprüche, die wir an uns selbst stellen. Man ist nur noch am Funktionieren. Dazu Freizeitstress – nach dem Motto: Rentner haben niemals Zeit. Aus diesem ganzen Stress heraus gestalten Menschen ihr Leben. Anstatt mal inne zu halten, sich bewusst zu spüren und mal wirklich herausfinden, was ihnen wirklich wichtig ist.

Vielleicht kennst du das auch. Ständig will jemand etwas von dir. Du übernimmst verschiedene Rollen in deinem Leben und du bist kaum noch du selbst. Du versuchst jedem gerecht zu werden. Du lebst nach dem, was dir deine Eltern beigebracht haben und das was die Gesellschaft dir vorlebt. Doch das alles bist nicht wirklich du. Weißt du denn, wer du wirklich bist? Oft wissen wir gar nicht, wer wir selber sind.

Vielleicht leidest du schon unter Magenschmerzen, Kopfschmerzen, innere Unruhzustände, hohen Blutdruck und anderen Anspannungen. Du musst dich wirklich fragen: Ist es das Leben, was du wirklich leben möchtest? Wohin wird es dich führen, wenn du so weiter lebst?
Sicher fragst du dich, was soll ich denn sonst machen? Ich kann doch nicht alles hinwerfen? Nein, das musst du auch nicht. Frage dich, was brauchst du, um ein glückliches Leben zu führen? Um ein ruhiges entspanntes Leben zu führen? Um ein erfülltes Leben zu führen, wo du die Dinge machst, die dir eigentlich wirklich wichtig sind? Oft weiß man gar nicht, was einem wirklich wichtig ist. Doch das kannst du herausfinden.

Und warum ist das so? Weil du vor deinen eigenen Gefühlen Angst hast. Weil du vor Veränderung Angst hast. Weil du Angst hast, deine Komfortzone verlassen zu müssen. Jetzt weißt du, was du hast. Aber wenn du deine Komfortzone verlässt, weißt du es nicht. Vielleicht musst du ja deine Komfortzone gar nicht verlassen. Vielleicht musst du einfach nur innerhalb deiner Komfortzone etwas verändern. Auch das ist schon Angstauslösend.

Du hast Angst vor deiner eigenen Angst. Angst vor deinen eigenen Gefühlen wie Wut, Zorn, Hass, Neid Traurigkeit, innere Aggressionen.

Du willst diese Gefühle nicht an dich heranlassen und sie nicht spüren. Du willst sie wegdrücken. Du willst sie nicht haben.

Doch die Natur hat uns mit allen Gefühlen ausgestattet. Sie hat nicht nur die guten Gefühle für uns geschaffen, sondern auch die Gefühle, die angeblich nicht so gut sind.
Wer sagt denn, dass die Gefühle gut oder nicht gut sind? Die Gesellschaft. Jede Kultur hat ihre eigenen Regeln, die uns Menschen vorgibt, was gut und was schlecht ist.

Die Natur hat uns diese Gefühle gegeben, damit wir sie alle leben. Die Natur bewertet nicht. Der Mensch bewertet über seinen Verstand. Der Verstand ist nichts Schlechtes. Doch wenn er eine zu starke Dimension in deinem Leben einnimmt, dann bist du nicht mehr im Einklang mit dir selbst.
Das neugeborene Baby lebt noch alle Gefühle. Doch über die Erziehung lernen wir zu bewerten und kommen mit unseren Gefühlen nicht mehr im Einklang. Es sollte dir ein Bestreben sein, im Einklang mit deinen Gefühlen zu sein. Die Meditation ist ein Weg, die dir dabei behilflich sein kann. Lerne wieder dir alle Gefühle zu erlauben. Verbiete sie dir nicht und verdränge sie nicht. Das einzig wichtige ist, dass du beim Wahrnehmen deiner Gefühle keine Gefahr für dich oder jemand anderen bist. Doch wenn du dir bewusst die Zeit nimmst, dich hinsetzt und dir mal erlaubst, alle Gefühle wahrnehmen zu dürfen, die in dir schlummern, dann kommst du auch mit der Zeit zu einem inneren Frieden mit dir selbst.

Das verspreche ich dir.

Du selbst bist die Veränderung. Alle Ausreden, die du dir bisher kreiert hast, halten dich von deinem wirklichen Sein ab. Willst du ein glückliches und entspanntes Leben führen, dann bist du derjenige, der etwas an deinem Leben ändern darf.

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