Die Nase ist zum Atmen da, der Mund zum Essen

 

Die Nase mit ihren Schleimhäuten hat zum einen die Aufgabe die Luft, die wir einatmen, zu befeuchten und zu erwärmen und zum anderen die Luft zu reinigen. So können viel weniger Bakterien und Keime in unsere Atemwege gelangen.

Die Luft, die wir durch den Mund aufnehmen, ist weder gereinigt, noch wird sie befeuchtet. Das hat zur Folge, dass viel Trockenheit in unserem Körper entsteht. Außerdem nehmen wir viel zu viel Sauerstoff in unserem Körper auf, der nicht wirklich ausreichend dahin gelangt, wo er hingelangen sollte. Nämlich in die Muskeln- und Gewebszellen. Ein Großteil vom  Sauerstoff bleibt im Körper und es kommt zur Bildung der freien Radikale, der unseren Körper übersäuert und ihn mit der Zeit krank machen kann. Mundatmer leiden in der Regel unter Energiearmut, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen. Kommt dazu noch die säurebildende Ernährung, wie Weißmehl, Zucker, Alkohol, Kaffee, Schokolade, tierische Eiweiße und Soja, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass der Mensch vollkommen übersäuert ist.

Atmen wir durch die Nase ein und aus, atmen wir viel tiefer und langsamer. Wir atmen bis tief in den Bauch hinein. Das ist für unseren Körper um vieles besser. Dadurch, dass wir bewusst durch die Nase atmen, leisten wir aktive Unterstützung. für unseren Körper. Der Gasaustausch zwischen Kohlendioxid und Sauerstoff geht besser von statten und die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt.

Was heißt das genau? Es kann immer nur so viel Sauerstoff in die Zellen gelangen, wie wir Kohlendioxid in den Zellen freisetzen. Wenn wir also langsam und tief einatmen und nach Möglichkeit auch noch den Atem anhalten, umso mehr Kohlendioxid wird in den Zellen freigesetzt und ins Blut abgegeben. Und diese Menge an Kohlendioxid, die wir im Körper freisetzen, ist auch die Menge, die wir an Sauerstoff wieder aufnehmen können. Wenn wir durch den Mund atmen, atmen wir viel zu flach. Ein Gasaustausch kann nicht richtig stattfinden. Wir haben zwar viel Luft eingeatmet, doch der Körper kann es nicht verwerten, weil der Sauerstoff nicht dahin gelangt, wo er hingelangen soll.  Nämlich zu den Organ- und Gewebszellen.

Die Nasenatmung schafft eine verbesserte Sauerstoffversorgung in den Muskeln und Organen. Sie erhöht unsere Leistungsfähigkeit und zeigt uns die Grenzen von Überanstrengung. Die Nasenatmung verhindert eine Übersäuerung des Körpers und reduziert die Milchsäureproduktion im Körper. Also wenn du ein Mensch bist, der viel durch den Mund atmet, hast du bei der Ausführung von Sport vermehrt Muskelkater. Während es bei einem reinem Nasenatmer nicht auftritt.

 

Die Nase ist zum Atmen da,
der Mund zum Essen

Patrick Mc Keown

Ich lade dich ein, dich mal eine Weile zu beobachten. Bist du mehr ein Mundatmer, oder ein Nasenatmer?
Kannst du längere Wegstrecken gehen und dabei nur durch die Nase atmen? Oder bist du schon nach kurzer Zeit aus dem Atem?
Kleinkinder sind meist noch in der Lage durch die Nase zu atmen. Doch mit zunehmenden Alter prägt uns die Erziehung anders zu atmen.

Wusstet ihr, dass die Nase auch noch Stickstoffmonoxidproduzent ist? Stickstoffmonoxid wird in der Nasenhöhle und in den weißen Blutkörperchen gebildet. Es wird nur über den Nasenatmungswegen freigesetzt und von dort zur Lunge weitergeleitet. Sicherlich fragt ihr euch, wofür das wohl gut sein soll?
Sicherlich wisst ihr aus dem Chemieunterricht, dass Stickstoffmonoxid ein giftiges Gas ist. Das Inhalieren von Stickstoffmonoxid führt bekanntlich zum Tod. Doch ich rede hier nicht von der äußerlichen Zufuhr. Es geht hier rein darum, dass der Körper es selbst bilden kann. Und was der Körper selbst bilden kann, kann für ihn nur wichtig sein.

Stickstoffmonoxid ist total wichtig für unseren Körper, denn es regelt unser Gefäßsystem und unser Atemsystem. Er ist ein sehr bedeutender Signalstoff für unser Herz- Kreislaufsystem. Das heißt, er nimmt Einfluss auf das Erweitern und Verengen der Atemwege und Blutgefäße. Er entkalkt unsere Gefäße. Er reguliert somit den Blutdruck, senkt den Cholesterinspiegel, und wirkt gegen Thrombose. Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, möglichst viel durch die Nase zu atmen.

Hier noch mal die kurze Zusammenfassung:

Was passiert, wenn ich durch den Mund atme?

  • Trockenheit im Mund
  • Brustatmung
  • Übersäuerung des Körpers
  • Aufbau freier Radikale
  • Nehmen O2 auf, der nicht bei den Organen ankommt.
  • Vermindert den Kohldioxidanteils im Blut
  • Reduzierte Freisetzung von O2 aus den roten Blutkörperchen
  • Verengung der Gefäße

Was passiert, wenn ich durch die Nase atme?

  • Reinigung der Luft durch die Nasenhaare und Schleimhäute
  • Bauchatmung
  • Ich atme langsamer und tiefer
  • Erwärmung der Luft
  • Bildung von Sickstoffmonoxid NO
  • Vermehrte Sauerstoffaufnahme
  • Reduzierung der Milchsäureproduktion

Wenn dich das Thema interessiert und du dich mit dem Thema mehr beschäftigen möchtest, dann gehe das Thema langsam an. Geh davon aus, dass sich am Anfang Kopfschmerzen und Schwindel bei dir einstellen können. Denn der Körper ist es nicht gewöhnt, so viel Sauerstoff mit einmal aufzunehmen. Ich meine damit Sauerstoff, der auch bei den Muskeln und Organen wirklich ankommt. Doch regelmäßiges Training bringt dich zum Erfolg.