Dranbleiben, oder die berühmten 10 Minuten

Die berühmten 10 Minuten, die man sich oft nicht nimmt.

Du weißt, dass du etwas für dich ändern möchtest, doch du tust es einfach nicht. Du weißt, dass es dir gut gehen und sich deine Leiden reduzieren würde, Doch du kommst einfach nicht ins Handeln. Eigentlich sind es oft nur 10 Minuten täglich, die du für dich regelmäßig machen darfst. Doch du schaffst es nicht mal, dir diese 10 Minuten täglich zu nehmen?

Ständig hast du irgendwelche Ausreden für dich, warum du nicht die Zeit hast, etwas Bestimmtes für dich zu tun. Ständig lässt du dich von irgendetwas ablenken und hast irgendwelche Ausreden für dich parat, nur um dir diese 10 Minuten nicht zu nehmen.

Wir leben alle in einem festen Konstrukt von Arbeit, Familie und Beziehung und wir leben alle festgefahren in unseren Gewohnheiten und Automatismen. Doch die Zeit zu finden etwas für sich selbst zu tun, fällt uns vollkommen schwer.

Wir haben bestimmte Leiden und wissen auch, dass es wirklich gut wäre, bestimmte Handlungsweisen zu vollziehen und machen es einfach nicht.

Wir wissen vieles, aber handeln nicht.

Deine Ansage: „Morgen fange ich an.“, wird immer ein Morgen bleiben. Du musst „jetzt“ anfangen. Ich betone das Wort: „Jetzt.“ Wenn du dir laut ansagst, jetzt beginne ich, dann kommst du auch ins Handeln. Wenn du etwas an deinem Leiden verändern willst, dann musst du jetzt anfangen.“ Jetzt“ setze ich mich hin und nehme es mir fest vor, zu handeln. Du musst die Entscheidung mit dem Wort „Jetzt“ treffen.

Etwas in unserem Alltag zu verändern, kostet Energie. Diese Handlung kostet uns oft nicht mal Geld. Doch wir sind nicht bereit, diese Energie zu bezahlen. Wir kommen oft erst dann ins Handeln, wenn es uns so richtig, richtig schlecht geht. Und manche Menschen nicht mal dann.
Das müsste eigentlich gar nicht sein.

Solange wir einigermaßen durchkommen, handeln die meisten von sich aus nicht. Die Frage ist, wieso? Wieso handeln wir erst, wenn es uns so richtig schlecht geht?

Ganz einfach: Alles was Gewohnheit ist, kostet uns keinen Aufwand. Doch alles, was außerhalb der Gewohnheit liegt, raubt uns Energie. Und um diesen angeblichen Mehraufwand zu einer Gewohnheit werden zu lassen, musst du eine Entscheidung treffen. Frage dich bewusst, möchtest du etwas in deinem täglichen Handeln verändern, oder eher nicht? Frage dich, welchen Nutzen oder Gewinn hast du, wenn du diese Handlung täglich für dich machst? Doch oft kennen wir den Nutzen und handeln trotzdem nicht. Wir wissen genau, dass wir uns besser fühlen würden, wenn wir bewusster mit unserer Gesundheit umgehen. Aber wir handeln einfach nicht.

Darum treffe bewusst eine Entscheidung, um jetzt ins Handeln zu kommen. Sage dir innerlich ganz bewusst „ja“, ich will „jetzt“ etwas ändern.

Ich empfehle dir, mache dir einen schriftlichen Tagesplan und den hake regelmäßig ab. Das heißt, sich genau aufzuschreiben, was will ich wann machen Zum Beispiel 6 Uhr aufstehen, eine Tasse Tee trinken, dann 10 Minuten Meditation, Yoga, Atmen – was auch immer du für dich machen möchtest- dann Duschen, Frühstücken. 7:30 Uhr auf Arbeit gehen und, und, und.
Du organisierst dir somit deinen ganzen Tag.

Wenn du nicht so durchgetaktet sein willst, dann ist es gut, dir wenigstens die Dinge am Vorabend aufzuschreiben, die du ab jetzt mit in deinem Alltag einbauen möchtest, und diese dann bewusst in deinem Alltag integrieren. Allerdings empfehle ich dir, dir nicht zu viele Aufgaben mit einmal aufzuschreiben. Schreibe dir wenige auf. Setze sie um. Und dann, wenn du merkst, dass du diese Dinge ganz gut integrieren kannst, dann kannst du weitere Schwerpunkte hinzunehmen.

Was ich auch sehr gut finde, ist, sich am Abend für den nächsten Tag vorzubereiten.
Hierzu schreibe ich mir jeden Abend einen Zettel, welche Aufgaben ich am anderen Tag für mich unbedingt erledigen möchte und dann hake ich es am anderen Tag als erledigt ab.

Außerdem habe ich mir angewöhnt, mir die Dinge am Abend schon bereit zu legen, die ich für meinen kommenden Tag brauche.

Vielleicht kennst du es bereits von der Schule her, dass am Abend die Schultasche für den nächsten Tag gepackt wurde.

Wichtig ist, dass du dran bleibst und dir eine gewisse Gewohnheit schaffst. Um eine Handlung zu einer Gewohnheit werden zu lassen, ist es gut, dass du diese Handlung täglich ausführst. Manche sagen, man braucht 21 Tage, um in die Gewohnheit zu kommen. Andere sagen 30 Tage. Und das am besten, immer zur gleichen Zeit. Ich denke, dass 30 Tage besser wären, um deine Handlung als Gewohnheit in deinem Unterbewusstsein zu speichern.

Verbinde deine Gewohnheiten, die du bisher schon hast,  mit deinen neuen Handlungen, die du in deinem Alltag integrieren möchtest. Zum Beispiel: Jeden Früh nach dem Aufstehen mache ich das und das. Jeden Abend vor dem Einschlafen mache ich das und das. Vor dem Abendessen, nach dem Frühstück, während der Pause. All diese Handlungen speichern sich dann allmählich in deinem Unterbewusstsein ab und erzeugen keinen Aufwand mehr. Sie laufen dann ab, wie das tägliche Zähneputzen.

Wir Menschen brauchen Routine. Im Kindesalter lernen wir das durch unsere Eltern, wann wir was zu machen haben. Im Jugendalter trotzen wir unseren Eltern und verlernen unbewusst, wie wichtig Routine ist und nehmen es mit in das Erwachsenenleben hinein. Später im Erwachsenenalter erkennen wir nicht, dass all unsere Probleme, die mit Stress in Verbindung stehen, oft deswegen vorhanden sind, weil wir zu wenig Routine in unserem Alltag eingebaut haben.

Ich hoffe, du kannst diese Tipps für dich umsetzen und sie in deinem Alltag integrieren.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 + 5 =