Das Unkraut in meinem Balkonkasten

Ich bin eine Freundin, von allem was grünt und blüht. Besonders natürlich von etwas, was ich essen kann, wie  zum Beispiel Kräuter. Da ich aber keinen grünen Daumen besitze, nutze ich die Möglichkeiten, die Mutter Natur bietet.

Schon seit zig 1000 Jahren beschäftigen sich die Menschen, auch  in der ayurvedischen Heilehre, mit den  Kräutern und Heilpflanzen und deren Verwendung. Man schätzt, dass im Ayurveda ca. 1250 Arten Verwendung finden und von diesen ca. 300 regelmäßig genutzt werden. Zum einen finden Pflanzen Verwendung als Energiespeicher, Nahrungsmittel und zum anderen unterstützen sie den Körper in ihrer Regeneration  und Gesunderhaltung. Bei Interesse, kann euch meine Schwester Lolita viel über den Zusammenhang zwischen Ayurveda und Pflanzen vermitteln.

Wenn ihr euch mal die Tiere genau anschaut,  unsere nächsten Verwandten, dann seht ihr, dass auch sie Kräuter und Heilpflanzen verwenden. Das ist schon irre! Also um als Tier und Mensch existieren zu können, brauchen wir die Pflanze. Schön, dass es sie noch so zahlreich gibt.

Unkraut im BalkonkastenDas “Zeug“ wächst an jedem Straßenrand, überall im Wald oder sogar auf dem Balkon. Ja! Ich habe mir letztes Jahr vom Acker eine Kuhblume und Scharfgarbe mitgenommen und in den Balkonkasten gepflanzt. Ganz überzeugt war ich von der Aktion noch nicht, doch ich dachte mir, dass es einen Versuch wert ist. Meine Schwester hat ja auch Unkraut auf ihren Balkon, warum nicht. Probiere ich es auch mal. Brennesselsamen habe ich mir bestellt, bei einem Bio- Samenhändler. Ihr denkt bestimmt, wieso muss ich das bestellen. Es wächst doch überall!  Ja, komisch! Aber leider geht es den sogenannten Unkräutern wirklich schwer an den Kragen. Durch diese verstärkte Monokultur und der übermäßigen Düngerei, haben selbst diese Pflanzen es schwer, zu überleben.

Vogelmiere  kommt bei mir von allein. Auch hat sich dieses Jahr Melisse in meinen bunten Balkonkasten eingebürgert. Es ist jedes Jahr spannend auf dem Balkon. Ich brauche kaum Wildkräuter einzusetzen, es kommen jedes Jahr neue und einige verlassen mich auch wieder. Natürlich setze ich auch Salat, Erdbeeren oder andere leckere Kulturpflanzen in meinen Kasten. Aber am liebsten sind mir die Wildkräuter.

Ich bin so stolz auf diese Pflanzen. Sie kämpfen sich durch meinen Blumenkasten und werden immer mehr.  Jetzt kommt die Frage, was mache ich damit? Natürlich essen! Wenn ich auf meinen Balkon gehe, nasche ich nebenbei immer von den Kräutern. Wenn mein Enkel zu Besuch kommt, freut er sich schon riesig, wenn er auf meinen Balkon darf und alles Naschen kann, was da wächst.

Unkraut, Scharfgarbe in meinem BalkonkastenMeinen Nachbarn ist es aber nicht so recht, dass auf meinem Balkon Unkraut wächst. Die hacken alles mit viel Mühe aus ihrem kleinen Vorgarten und ich hole es mir bewusst rein. Aber wie heißt es so schön? Was dem En sin Uhl is, is dem Andern sin Nachtigall.

Heute habe ich ein wunderbares Pesto hergestellt aus Brennesseln, Scharfgarbe, Vogelmiere, Knoblauch und Olivenöl. Gewürzt mit Salz und Pfeffer. Eigentlich gehört noch Parmesan mit rein. Wir wollen uns aber rein pflanzlich ernähren. Außerdem hält das Pesto nicht so lange, wenn es noch Milchprodukte enthält. Mein Pesto schmeckt mir super lecker, ist super gesund und immer eine kleine Überraschung für Freunde und Familie.

Hier findest du einen Kräutersalat

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