Darmträgheit

Heute möchte ich mal einen Artikel über Darmträgheit schreiben. Darmträgheit ist bei vielen Menschen ein riesiges Problem. Besonders Frauen sind oft von diesem Leiden betroffen. Normalerweise können wir 1 bis 2-mal am Tag auf Toilette gehen und das Großgeschäft ohne irgendwelche Anstrengung erledigen. Doch für viele ist das ein Problem. Sie quälen sich beim Pressen, können nur alle 3 Tage oder weniger. Der Stuhl ist hart und sie haben Hämorrhoiden.
Voran liegt das?
Es gibt viele Gründe für Darmträgheit. Doch die zwei wesentlichen Ursachen sind schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung.

Mehlprodukte, Fleisch, Meeresfrüchte und Käse sind die Lebensmittel, die den Darm besonders verkleben und ihn lahm legen. Es müsste doch eigentlich ein leichtes sein, diese Lebensmittel wegzulassen und sie mit Ballaststoffen, wie Obst und Gemüse und viel Trinken zu ersetzen. Doch stattdessen greifen vorwiegend Frauen lieber zu Actimel oder Abführmittel, die dann den Darm noch fauler werden lassen, so dass die Darmperistaltik mit der Zeit noch schlechter arbeitet.

Kommen wir zur Bewegung: Viele verrichten heutzutage ihre Arbeit im Sitzen. Es gibt kaum noch einen Job, wo der Mensch sich viel bewegen muss. Auch die Freizeit wird von vielen im Sitzen verbracht. Statt sich regelmäßig nach der Arbeit an der frischen Luft mit Spaziergängen oder Fahrradfahren zu bewegen, sitzen die meisten auch noch nach der Arbeit vor dem Computer, oder vor dem Fernseher. Es gibt Menschen, die fahren sogar mit dem Auto zum Briefkasten oder zum Bäcker, obwohl sich diese vielleicht nur eine Straße weiter befinden. Durch die mangelnde Bewegung wird die gesamte Muskulatur im unteren Bauchbereich träge.

Wie vielleicht viele von euch wissen, ein träger Darm macht krank. Er hat Auswirkungen auf das Immunsystem, auf die Entstehung von Allergien und auch Auswirkungen auf die Gelenke. Umso länger der Stuhl im Darm verbleibt, umso trockener und härter wird er. Ein trockener Darm macht die Gelenke trocken und dementsprechend kommt es zu Hüftgelenksproblemen, Knieproblemen, Schmerzen im unteren Rücken usw. Man spricht dann von Arthrose, Arthritis und Bandscheibenvorfall.

Also, wenn du zu diesen Menschen gehörst, die ein Problem in eines dieser Richtungen hat, dann könnte das auch auf ein Verdauungsproblem zurückzuführen sein. Im Ayurveda spricht man von Vata-Störung.

Wenn es dir schwer fällt, die Ernährung entsprechend zu verändern und auf die oben genannten Lebensmittel zu verzichten, dann brauchst du viel Bewegung, um der Verstopfung vorzubeugen.

Dabei geht es vor allem um die Aktivierung der Bauchmuskulatur, weil sie bei der Entleerung des Stuhls eine wichtige Rolle spielt.
Wie kannst du die Bauchmuskeln aktivieren?
Zum einen durch Bauchmassage. Kräftige Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn drücken den Kot Richtung Darmausgang.
Was auch gut hilft, sind gezielte Atemübungen. Dazu zählen zum Beispiel Kapalabhati und Agni Sara. Das sind Übungen, wo die Bauchmuskeln aktiv angesprochen werden.
Auch gezielte Bauchübungen im Liegen. Also du musst nicht unbedingt jeden Tag Kilometer lang Fahrrad fahren oder Spazieren gehen. Du kannst Übungen machen wie Fahrrad fahren im Liegen, die Beine abwechselnd zum Oberkörper bringen, Heben und Senken der Beine, Drehbewegungen usw. All diese Techniken bringen die Darmbewegung wieder in Fluss und wirken den oben genannten Erkrankungen entgegen.

Wenn du Lust hast, etwas in dieser Richtung zu tun, aber alleine dich schlecht aufraffen kannst, dann kann ich dir natürlich meine Kurse empfehlen. Sowohl im Atem-Yoga als auch im Kurs „Yoga für die Gelenke“ gehe ich auf diese Problematiken mit ein.

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