Atmen – die Energiequelle, bei sich anzukommen

Der “moderne” Mensch von Heute ist einem Dauerfeuer an Reizen ausgesetzt, die das Gehirn entsprechend verarbeiten muss. Folge: Der Mensch lebt fast nur noch ein Leben im Außen. Er ist ständig mit irgendwelchen Ablenkungen beschäftigt und hat verlernt bewusst zur Ruhe zu kommen. Er ist nur noch am “machen”. Er weiß auch nichts mehr mit Ruhe anzufangen. Er sucht ständig nach Ablenkungen im Außen. Sich mit Freunden treffen, ins Kino gehen, nur um bloß nicht allein zu sein. Ist er allein zu Hause, dann beschäftigt er sich den ganzen Tag am Computer, oder ist stundenlang am Telefonieren. Wenn er sich körperlich oder geistig nicht ablenken kann, fällt er vollkommen aus seinem Lebenskonzept. Wenn man heutzutage mit der U-Bahn fährt, sieht man mindestens jeden Zweiten mit dem Handy spielen (SMS, Internet surfen, Musik hören).

Durch diese Ablenkungen wird das Gehirn ständig von Dauerreizen überflutet und ist somit ständigen Stress ausgesetzt, welches wiederum mit der Zeit körperliche Stressreaktionen erzeugt. Gefühle der inneren Unruhe, Angstzustände, Ärger, Wut, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unzufriedenheit sowie Depression und Burn-Out treten auf. Kurz gesagt: Stress pur. Dieser Zustand macht auf Dauer krank. Depressionen, Burnout stehen zurzeit bei den Volkskrankheiten an 5. Stelle und werden laut Statistik 2030 an erster Stelle stehen. Die Psychologen haben Arbeit ohne Ende. Es gibt lange Wartelisten. Um in dieser Gesellschaft nervlich gesund alt zu werden, brauchen wir Methoden, um den Geist wieder zur Ruhe zu bringen.

Welche Möglichkeiten bietet hier das Atmen? Atmen ist Leben. Es versorgt den Körper mit Sauerstoff und reinigt unsere Zellen auf psychischer, physischer und seelischer Ebene.  Als Kleinkind sind wir noch in der Lage ausdauernd tief zu atmen, aber mit Eintritt in die Schule, verlernen wir es durch die gebeugte Körperhaltung immer mehr. Wir werden zu Flachatmer und leben so nur noch auf Sparflamme. Über das Atmen lassen sich psychische Schwankungen wieder ins Gleichgewicht bringen. Regelmäßiges gleichmäßiges tiefes Ein- und Ausatmen liefert dem Körper wieder die nötige Energie, so dass sich sämtliche Blockaden und Angstzustände im Körper wieder auflösen können. Regelmäßiges Training öffnet das Lungengewebe und die umliegende Mukulatur, sowie der Bauchorgane. Der Körper befreit sich aus einem Korsett.

Atmen ist eine Energiequelle. Eine Ressource, die wir stark unterschätzen. Wir nehmen es als gegeben hin und erkennen nicht den eigentlichen Wert. Umso tiefer und langsamer wir atmen, umso mehr Sauerstoff nehmen wir in uns auf. Körper und Geist kommen zur Ruhe und ein innerer Frieden stellt sich ein.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich die Zeit zu nehmen und seinem Atem wieder mehr Beachtung zu schenken. Tägliches bewusstes tiefes Atmen von 10 Minuten, am besten nach dem Aufstehen, reinigt Körper und Geist und gibt die entsprechende Energie und Gelassenheit für den Tag. Probiere es aus.

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