Atem-Yoga, ein Geheimtipp für Lebenskraft, Ausgeglichenheit und Gesundheit

Ich werde immer wieder gefragt, was ist Atem-Yoga? Was kann ich mir darunter vorstellen?

Atem-Yoga wird auch als Pranayama bezeichnet. Der Begriff kommt aus dem altindischen. Pranayama bedeutet übersetzt: „Kontrolle über den Atem“. Also du steuerst und trainierst bewusst deinen Atem.

Wie du weißt, läuft die Atmung willkürlich als auch unwillkürlich ab. Wenn wir uns im Alltag befinden, denken wir nicht darüber nach, wie wir atmen. Wir atmen einfach. Der Atem fließt, ohne dass wir ihn beeinflussen. Wir wissen, ohne Sauerstoff ist kein Leben möglich. Der Atem versorgt den Körper mit Sauerstoff. Sauerstoff ist Leben für unsere Organe und Zellen. Und solange wir innerlich kein Problem spüren, kommen wir auch nicht auf den Gedanken, den Atem bewusst zu trainieren. Auch erkennen wir nicht, dass der Atem unseren Körper reinigt und somit den chronischen Krankheiten entgegenwirkt und uns in unsere Leistungsfähigkeit bringt. Ich höre immer: „Was willst du von mir? Ich atme doch.“

Atmen ist wie gesunde Ernährung ein wichtiger Energielieferant. Eine Ressource, die wir stark unterschätzen. Wir nehmen ihn als gegeben hin und erkennen nicht den eigentlichen Wert.

Dadurch, dass wir den Atem trainieren können, hat das einen großen Vorteil für uns. Über das Atmen lassen sich psychische, physische und seelische Blockaden auflösen und Schwankungen wieder ins Gleichgewicht bringen. Das bedeutet regelmäßiges Atemtraining wirkt gegen Krankheiten und Leiden jeglicher Art, wie zum Beispiel, Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Migräne, Depressionen, Energiemangel, Verdauungsprobleme, Stress, Verspannungen jeglicher Art usw.

Die wenigsten von uns merken, dass sich unsere Atmung im Laufe der Jahre verändert. Als Kleinkind sind wir noch in der Lage ausdauernd tief zu atmen, doch mit Eintritt in die Schule, verlernen wir es durch die gebeugte Körperhaltung immer mehr. Wir werden zu Flachatmer und leben so nur noch auf Sparflamme. Somit wird die Versorgung der Organe auf Sparflamme gehalten und unser Leben verkürzt sich.

Und dadurch, dass wir zusätzlich noch in einer schnelllebigen Zeit leben, sind wir sehr von Stress umgeben. Und umso stressreicher unser Alltag ist, umso schneller ist unsere Atmung. Also wir atmen flach und schnell. Und das kostet uns Lebensenergie. Nicht umsonst hat die Zahl der Burnoutfälle und psychischen Erkrankungen so emmens zugenommen.

Umso schneller wir atmen, umso mehr Energie verbrauchen wir und das reduziert unsere Lebenszeit. Umso langsamer wir atmen, umso mehr Energie speichern wir in uns auf und unsere Lebenszeit verlängert sich.

Das kann man auch sehr gut in der Tierwelt beobachten:

Ein Hund macht etwa 40 Atemzüge in der Minute und wird 10 bis 15 Jahre alt.
Der Mensch macht 16 Atemzüge in der Minute und wird im Durchschnitt 70 bis 80 Jahre alt.
Ein Elefant macht in etwa 8 bis 10 Atemzüge und wird 100 Jahre alt.
Und Krokodile und Schildkröten atmen 3 bis 5 Atemzüge in der Minute und werden 300 Jahre alt.

Folglich: Umso langsamer ich atme, umso mehr Energie speichert sich in unserem Körper auf und umso gesünder sind unsere Zellen, sowohl auf körperlicher, als auch auf geistiger und seelischer Ebene.

Also um den Alltagsstress entgegenzuwirken, wäre es von Vorteil, diese Ressource für sich zu nutzen. Dadurch, dass wir willkürlich atmen können, ist uns diese Chance gegeben, Einfluss auf unseren Energiehaushalt zu nehmen.

Tägliches bewusstes tiefes Atmen von 10 bis 20 Minuten, am besten nach dem Aufstehen, oder im Laufe des Tages. reinigt Körper und Geist und gibt die entsprechende Energie und Gelassenheit für den Tag. Wir können wesentlich besser Entscheidungen treffen, entspannter mit anderen Menschen umgehen und auch entspannter mit uns selbst umgehen.

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